Tutzinger Seetalk (8): „Ich bin ausgetreten. Meine Gelder sollen nicht in der Struktur versickern!“
Shownotes
Viele Menschen, die aus der Kirche austreten, tun das wegen des Geldes. Sie wollen die Kirchensteuer sparen. Nicht so der Tutzinger Agraringenieur Gerald Herrmann. Der ist zwar ausgetreten, fördert die Kirche aber weiterhin. Er spendet das Geld, das er früher an Steuern zahlte, nun direkt an die Gemeinde. Denn er will nicht, dass seine „Gelder in der Struktur versickern“. Die Verwaltung der Evangelischen Kirche sei viel zu groß, kritisiert er und fordert, dass die Gemeindearbeit vor Ort in den Fokus genommen wird. Er spendet nicht nur, sondern engagiert sich auch: Er beackert den Garten rund um’s Tutzinger Pfarr- und Gemeindehaus. Die Frage „was bedeutet Glauben?“, hält er weiterhin für wichtig, auch für Menschen, die wie er kritisch-naturwissenschaftlich unterwegs seien. Im Übrigen sieht er die Aufgabe der Kirchen auch darin, "Revoluzzerin" zu sein, gegen Machtstrukturen. Sie solle sich für Menschenrechte einsetzen und das „aus dem Christlichen“ begründen, eine Tradition, die ein „Kitt der Gesellschaft“ sei.
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