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Tutzinger Seetalk (25): „Die Höhe des Kirchensteuerbeitrags sollte verhandelbar sein!“

Tutzinger Seetalk (25): „Die Höhe des Kirchensteuerbeitrags sollte verhandelbar sein!“

‧ 11m 42s

Franz Obermeyr ist Finanzexperte und im Tutzinger Kirchenvorstand Vorsitzender des Finanzausschusses. Auch sein Vater hat sich schon ehrenamtlich engagiert, im österreichischen Linz, wo Franz Obermeyr herkommt. Lange hat ihn auch ein Jesuit als Management-Trainer geprägt. Die Christen sollten sich in Glaubensfragen ein bisschen von der Kirche emanzipieren, fordert er. Und in Sachen Finanzen sollte die Kirche - wenn sie eine Zukunft haben will - die Mitglieder nach österreichischem Vorbild selbst entscheiden lassen, wieviel Kirchensteuer sie zahlen wollen. Ein Mindestbeitrag könnte fest, der Rest flexibel sein.

Tutzinger Seetalk (24): „Ehrenamt bedeutet Verbundenheit!“

Tutzinger Seetalk (24): „Ehrenamt bedeutet Verbundenheit!“

‧ 12m 57s

Elisabeth Tengler-Platzer und Andrea Thurner sind Teil des ehrenamtlichen Ratatouille-Teams. Sie feiern jeden dritten Sonntag im Monat um 19 Uhr Gottesdienst in Dießen am Ammersee (Friedenskirche). Jede*r darf hier die Ingredienzien selbst wählen. Daher der Name Ratatouille. Mal wird geschrieben, mal in Bewegung gebetet, mal ein (Christus-)Bild ganz intensiv betrachtet. Seit der hauptamtliche Pfarrer in Dießen (Gemeinde Ammersee West) in Rente ging, werden die Sonntagsgottesdienste hier allein von Ehrenamtlichen gehalten. Das Ratatouille-Team will „eine neue Tiefe" entwickeln, die über Glauben hinaus und hinein in die Erfahrung führt.

Tutzinger Seetalk (23): „Lebensfreude soll im Zentrum stehen, egal wie alt man ist!“

Tutzinger Seetalk (23): „Lebensfreude soll im Zentrum stehen, egal wie alt man ist!“

‧ 12m 25s

Véronique Rasera (63) und Hans-Jürgen Heimsoeth (73) haben in einem rauschenden Fest in Berlin geheiratet. Sie ist katholisch aufgewachsen, heute ist sie Agnostikerin (sagt also weder „ja, Gott gibt es“ noch „nein, Gott gibt’s nicht“). Er ist evangelischer Christ. Glauben ist ihm wichtig, vor allem „wenn wir jetzt noch älter werden!“ Die beiden haben sich zur Hochzeit eine Segnung (keine Trauung) gewünscht. Darüber, aber auch über ihre Werte und ihre Wünsche an die Kirche reflektieren sie. Wirtschafts-Professorin Véronique vermisst aktuelle Themen im Gottesdienst. Diplomat Hans-Jürgen mahnt: Die Kirche müsse "bereit sein", wenn sich die Zeiten politisch ändern.

Tutzinger Seetalk (22): „Das ist ein Kitt, der die nächsten Jahre noch hält!

Tutzinger Seetalk (22): „Das ist ein Kitt, der die nächsten Jahre noch hält!"

‧ 13m 37s

Sepp Steigenberger war 18 Jahre (bis 2020) Bürgermeister in der Gemeinde Bernried am Starnberger See (nahe Tutzing). Unter seiner Ägide kaufte die Gemeinde Bernried das Gebäude der Missions-Benediktinerinnen, unter der Bedingung, dass die Schwestern hier weiter präsent sind und beten. Sepp Steigenberger selbst feiert jedes Jahr am 15. August das Fest zu Maria Himmelfahrt mit. Er betet den Rosenkranz über Mikrophon, so dass alle mitbeten können. Solche spirituellen Feste wirken wir ein Kitt für eine Dorfgemeinschaft, der noch ein Weilchen hält, meint er.

Tutzinger Seetalk (21): „Trauerwanderungen tragen dazu bei, Trauer gut zu gestalten!

Tutzinger Seetalk (21): „Trauerwanderungen tragen dazu bei, Trauer gut zu gestalten!"

‧ 13m 8s

Knut Waldau ist der katholische Klinikseelsorger im Tutzinger Krankenhaus. Er bietet ab 27. September jeden letzten Sonntag im Monat eine zweistündige Trauerwanderung an (Treffpunkt Roncalli-Haus, 15 Uhr). Im Gehen, so sagt er, kann jede Art der Trauer gut gestaltet werden: In Gesprächen, aber auch im Schweigen. Als Vikarin wandere ich mit. Knut Waldau hat lange im Murnauer Unfallkrankenhaus gearbeitet, jetzt ist er seit neun Jahren in Tutzing, mit Anbindung an die Palliativstation. Geduldig wartet er immer wieder neu auf den Moment, in dem Trost oder Hoffnung unverhofft aufscheint.

Tutzinger Seetalk (20): „Es geht um Befreiung zu einem erfüllten Leben!“

Tutzinger Seetalk (20): „Es geht um Befreiung zu einem erfüllten Leben!“

‧ 14m 30s

Ann-Stephane Schäfer, Sylvia Vieth, Thom Finley, Stefan Huber und ich, Anke Schaefer, haben in Frankfurt am Main berufsbegleitend den MainMaster für Evangelisch-Theologische Studien absolviert (oder sind noch dabei). Vier von uns sind auf dem Weg ins Pfarramt. An diesem Augustwochenende waren wir nahe Tutzing in Bernried im Kloster der Missionsbenediktinerinnen zu Gast. Maria Himmelfahrt. Wir erlebten berückende Gottesdienste mit Kräutersegnungen und in der Nacht eine schimmernde Lichterprozession durch den kleinen Ort am Starnberger See. Wir haben das Ave Maria gehört, im See gebadet und sehr viel diskutiert. Über die Frage, wie die Evangelische Kirche gut in die Zukunft kommt.

Tutzinger Seetalk (19): „Wir brauchen Experimentierräume!“

Tutzinger Seetalk (19): „Wir brauchen Experimentierräume!“

‧ 12m 47s

Sebastian Morgner berät Führungskräfte in Transformationsprozessen und kann sich ein Land ohne christliche Werte als Heimat nicht vorstellen. In einer Zeit der „kollektiven Verunsicherung“ könne die Kirche den Bedarf nach Spiritualität und Glauben decken, meint er. Leider komme sie aber eher bürokratisch und schwerfällig daher. Gar nicht schwerfällig ist der Ratatouille-Gottesdienst, den er mit acht anderen Ehrenamtlichen einmal im Monat in der evangelischen Gemeinde Ammersee-West in Dießen am Ammersee gestaltet. Jeder bringt was mit, was zum Ratatouille zusammengekocht wird. Mal wird gemalt, mal musiziert, mal philosophiert und von mal zu mal wird die Kirche voller.

 Tutzinger Seetalk (18): „Wir müssen den Kirchenraum immer wieder neu erfinden!“

Tutzinger Seetalk (18): „Wir müssen den Kirchenraum immer wieder neu erfinden!“

‧ 13m 6s

Der Künstler Christian Hörl schafft sakrale Räume. Vor 10 Jahren hat er die Tutzinger Christuskirche im Innern neu gestaltet. Einfache Materialien wie Messing, Eiche und Beton setzt er ein. Er sagt, die Gesellschaft brauche sakrale Räume genauso wie Bibliotheken, Schwimmbäder, Turnhallen und Supermärkte. Konfessionelle Symbole sind für ihn dabei nicht so wichtig. Die Architektur selbst müsse „ein sakrales Gefühl auslösen“. Dabei spielt das Licht eine entscheidende Rolle. Am Sonntag, den 2. August 2026 ist er um 12.30 Uhr zum Künstlergespräch in der Tutzinger Christuskirche zu Gast! Kommen Sie zahlreich!

Tutzinger Seetalk (17): „Seid stille, dann werdet ihr stark sein!“

Tutzinger Seetalk (17): „Seid stille, dann werdet ihr stark sein!“

‧ 12m 44s

Thea Vogt ist die Beauftragte der ELKB für die Ausbildung in christlicher Meditation. Sie ist auch "geistliche Mentorin" für Vikar*innen. Stille sei kostbar, sagt sie, ein "wunderbares Angebot Gottes". Spiritualität sei der „Grundstrom“ für den Beruf der Pfarrer*in. Auf dem Schwanberg, in der Nähe von Würzburg, hat Thea Vogt ihr Büro. Neben dem evangelischen Frauenkloster der „Communität Casteller Ring“. Alle Gäste sind eingeladen, in deren Kirche - St. Michael - das Stundengebet mitzubeten. Warum schweigen und beten hier ganz einfach gelingt? Hören Sie rein!

Tutzinger Seetalk (16): „Kirche wird sich öffnen ins Gemeinwesen!“

Tutzinger Seetalk (16): „Kirche wird sich öffnen ins Gemeinwesen!“

‧ 11m 0s

Gunnar Dillschneider ist Diakon und Fernsehredakteur. Er arbeitet für den Evangelischen Presseverband und beliefert die Medien mit „christlichen“, bzw. „evangelischen“ Inhalten. Thema sei, wie das Leben auch in prekären Situationen gelingen kann. Und wie die Bibel oder auch Seesorge dabei hilft. „Konstruktiver Journalismus“ sei das. Bei Pro Sieben/SAT 1 erreicht Dillschneider mit seinen Berichten 750.000 Zuschauer*innen. Zu „churchy“ dürfe es nicht sein, dafür aber verständlich für alle. Er ist überzeugt: Kirche muss sich insgesamt öffnen ins Gemeinwesen.