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Tutzinger Seetalk (15): „Niemand muss in Indien suchen, was wir hier haben!“

Tutzinger Seetalk (15): „Niemand muss in Indien suchen, was wir hier haben!“

‧ 12m 29s

Andrea Salchow ist spätberufene Theologin und Vikarin in der ELKB. Sie hatte einen guten Job in der Autoindustrie, als sie beschloss, sich auf den Weg ins Pfarramt zu machen. Sie ist in der DDR aufgewachsen, wo niemand in ihrem Umfeld gebetet hat - außer ihr: Heimlich unter dem Tisch. Jetzt will sie Brücken bauen und dazu beitragen, dass das Wort „Gott“ niemandem mehr peinlich ist und dass es gesellschaftsfähiger wird, über den Glauben zu reden.

Tutzinger Seetalk (14):

Tutzinger Seetalk (14): "Die Kirche muss jetzt zu den Leuten gucken!"

‧ 11m 59s

Nicole Bercher von Jordan ist Vertrauensfrau im Tutzinger Kirchenvorstand. Sie investiert viel Zeit in ihr Ehrenamt. Dieses Gespräch führten wir, nachdem sie gerade die neue Küche im Gemeindehaus organisiert und eingeräumt hatte. Oft übernimmt sie den Lektorinnen-Dienst. In Zukunft wird sich viel in der Kirche ändern, meint sie. Es könnte womöglich unpersönlicher werden, weil weniger Hauptamtliche dort arbeiten werden. Aber im Wandel könnte ein Chance liegen: "Früher mussten die Leute zur Kirche gucken, jetzt muss die Kirche zu den Leuten gucken!"

Tutzinger Seetalk (13):

Tutzinger Seetalk (13): "Kirche muss konsequent gastfreundlich werden!"

‧ 12m 55s

Michael Kaminski ist 80-90 Tage im Jahr pilgernd unterwegs. Wenn er als Pilger-Beauftragter der ELKB neben den Menschen hergeht, hört er zu und gibt Impulse. Im Gehen, so sagt er, können auch schwere Geschichten leichter erzählt werden. Denn sie werden in die Natur hinein erzählt und die… antwortet womöglich. Gott sei mit auf dem Weg, sagt Kaminski und mache uns sensibel für seine Botschaften. Durch äußere Bewegung komme man auch innerlich in Bewegung. Und die Kirche? Müsse konsequent gastfreundlich werden, sagt Kaminski. Dann hätte sie gute Chancen auf eine reiche Zukunft.

Tutzinger Seetalk (12):

Tutzinger Seetalk (12): "Wer singt - betet doppelt!"

‧ 13m 0s

Brigitte Ginzel lebt in Tutzing, aber vor allem in Ungarn. Sie und ihr Mann haben dort ein Weingut. Ob hier oder dort: Jeden Sonntag geht sie in die Kirche. Sie will danken, beten und vor allem: Singen. Im Gottesdienst sei Singen sehr wichtig, meint sie, denn das mache glücklich. Insofern gibt sie der Vikarin ehrenamtlich Gesangsstunden. Was die Zukunft der Kirche betrifft, sagt sie, wenn die Kirche kleiner wird, müssen die Gemeindeglieder sie vielleicht wie in ihrem Ort in Ungarn selbst tragen: „Das spornt die Leute an – wir wissen dann wieder, wofür wir unser Geld geben!“

Tutzinger Seetalk (11): „Die Kirche wird kleiner aber bewusster werden!“

Tutzinger Seetalk (11): „Die Kirche wird kleiner aber bewusster werden!“

‧ 13m 39s

UllaMariam Hoffmann ist eine Frau mit zwei Berufungen. Sie ist Missions-Benediktinerin und Oberärztin auf der Palliativstation im Tutzinger Krankenhaus. Sie war im Leben schon früh mit Krankheit konfrontiert und begleitet heute Menschen in der letzten Lebensphase. Sie sagt, alle Mitarbeiter*innen auf der Palliativstation haben „den Hauch einer Ahnung, dass das Leben hier auf Erden nicht das einzig und allein gültige ist“. Um ihre Arbeit zu tun, helfen ihr die Stundengebete und auch die Psalmen. Und was die Zukunft der Kirche betrifft, sagt sie: „Die Kirche wird kleiner und bewusster werden, ich bin mir sicher, dass es völlig anders weitergehen wird,...

Tutzinger Seetalk (10): „Das ist eine Zeit der Mutigen!

Tutzinger Seetalk (10): „Das ist eine Zeit der Mutigen!"

‧ 13m 54s

Elena Johnston hat Theologie studiert, wollte ins Pfarramt, hat sich aber dann anders entschieden. Heute arbeitet sie in der Baubranche und sagt: Umwege erhöhen die Ortskenntnis, das gilt auch für den Lebensweg. Ehrenamtlich ist sie der Kirche verbunden geblieben. Sie engagiert sie sich im Tutzinger Kirchenvorstand und im Dekanatsausschuss. An die Kirche der Zukunft hat sie konkrete Fragen. Zum Beispiel: Wie kann jeder und jede in der Kirche einen Platz finden? Und könnte man das Kirchengebäude eigentlich auch für Feste nutzen? Im Tutzinger Seetalk erzählt sie aber auch über das, was sie durch's Leben trägt.

Tutzinger Seetalk (9): „Die Evangelische Kirche ist eine Bildungskirche!“ 

Tutzinger Seetalk (9): „Die Evangelische Kirche ist eine Bildungskirche!“ 

‧ 14m 14s

Udo Hahn ist Pfarrer aus Leidenschaft. Er sieht sich als Übersetzer der Bibel. Er will zuhören, Fragen formulieren, im Dialog mit den Menschen Antworten suchen. So leitet er seit 2011 die Evangelische Akademie Tutzing, eine von 16 Evangelischen Akademien in Deutschland. Es ist eine Herausforderung, eine schwarze Null im Akademie-Haushalt zu schreiben. Dabei sind die Bedingungen richtig gut. Udo Hahn hat das Privileg in einem Schloss, direkt am Starnberger See zu den Tagungen einzuladen. Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Theologie, Philosophie, Medizin oder auch aus der Bioethik stehen auf dem Programm und werden mit den Gästen reflektiert und diskutiert. Die...

Tutzinger Seetalk (8): „Ich bin ausgetreten. Meine Gelder sollen nicht in der Struktur versickern!“

Tutzinger Seetalk (8): „Ich bin ausgetreten. Meine Gelder sollen nicht in der Struktur versickern!“

‧ 10m 54s

Gerald Herrmann ist aus der Kirche ausgetreten. Nicht wegen des Geldes. Er spendet, so sagt er, weiterhin. Aber: Direkt an die Gemeinde. Mindestens genau so viel, wie er einst Kirchensteuern zahlte. Er will nicht, dass seine „Gelder in der Struktur versickern“. Die Kirchenverwaltung sei zu groß, kritisiert er und fordert, dass die Gemeindearbeit und Seelsorge vor Ort in den Fokus genommen werden. Er spendet nicht nur, sondern engagiert sich auch: Er beackert den Garten rund um’s Gemeindehaus. Die Frage „was bedeutet Glauben?“, hält er für wichtig, auch für Menschen, die wie er kritisch-naturwissenschaftlich unterwegs seien. Im Übrigen sieht er die...

Tutzinger Seetalk (7):

Tutzinger Seetalk (7): "Seelsorge bleibt Kernaufgabe der Kirche!"

‧ 10m 56s

Susanne Räbiger ist Pfarrerin und Seelsorgerin am Westufer des Starnberger Sees. Sie besucht Menschen in schwierigen Situationen. Gerade auch in der Geriatrie, wenn Menschen sonst niemanden mehr haben. „Es braucht so wenig“, sagt Räbiger, „und das innere Ergehen ist so wichtig für die körperliche Heilung!“ Susanne Räbiger spürt immer wieder, dass Gott hilft und dass „Gottesmomente“ klar in ihrer Arbeit durchblitzen. Wenn die Kirche sparen muss, wird das auch Seelsorge betreffen. Aber: Es wird und muss Seelsorge in der Evangelischen Kirche weiterhin geben, da ist Susanne Räbiger sicher.

Tutzinger Seetalk (6):

Tutzinger Seetalk (6): "Kunst und Kirche weisen beide über sich hinaus!"

‧ 12m 2s

Johannes Habdank ist Pfarrer in der Gemeinde Berg. Er liebt die Kunst. Kein Wunder, ist er doch Sohn des Kunstmalers Walter Habdank, der am Starnberger See sehr bekannt ist. Johannes Habdank präsentiert die Reihe „Kunstwerk des Monats“ in seiner Gemeinde und sagt: "Kunst und Kirche haben viel gemeinsam, sie weisen beide über sich hinaus." Er ist aber auch Spezialist für „Kasualien“. Also für Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Beerdigung. Dabei ist er nicht nur für die Kirche unterwegs, sondern auch als freier Redner. Er will schlicht das Evangelium verkünden. Ob nun im Talar oder im Anzug spielt für ihn keine Rolle....